Neurodermitis – auf der Suche nach Hilfe

Als in unserer Familie vor nunmehr 12 Jahren ein Fall von mittelstarker Neurodermitis auftrat, wurden wir mit diesem Thema konfrontiert. Wir wandten uns an mehrere Hautärzte und sogenannte Spezialisten. Da die Diagnose klar war, war auch sah die Behandlung auch ziemlich gleich aus. Man richtete sein Augenmerk auf die Behandlung der Symptome. Und das ist die Herausforderung bei Neurodermitis: Die Ursachen sind nicht eindeutig. Zur Linderung der akuten Hautsymptome kommt meist eine Creme mit Kortison oder einem Kortisonersatzstoff zum Einsatz. Daneben werden die nicht nässenden, aber sehr trockenen und juckenden Hautstellen mit einer Basiscreme mehrmals täglich eingecremt. Wir waren sehr angetan von der Basiscreme mit Borretschsamenöl (rührt jede Apotheke an). Unseren Gedanke, dass eine Haut lernt, selbst mit ihrer Trockenheit umzugehen, wenn man sie nicht immer zu sehr „verwöhnt“, legten wir bald ab. Bei Neurodermitis lernt die Haut das eben nicht. Also muss man ihr helfen – mit ständigem Eincremen. Und Finger bzw Nägel weg und nicht kratzen. Die offene, verletzte Haut ist geradezu ein Nährboden für Keime und Krankheitserreger und es entsteht ein Teufelskreis.

Gegen das unbewusste Aufkratzen in der Nacht gibt es einen speziellen Neurodermitis-Schlafanzug. Bei diesem Schlafanzug sind Hände und Füße fest von Stoff umgeben, so dass ein Kratzen mit den Fingernägeln kaum mehr möglich ist – eine echte Hilfe, auch wenn es im Sommer sehr warm wird. Nägelschneiden ist immer gut! Und das Baden der betroffenen Stellen oder des ganzen Körpers mit einem gerbstoffhaltigem Mittel. Um am Tag offene oder nässende Stellen zu schützen haben wir eine spezielle fetthaltige Wundauflage und einem Gasestrumpf zum Fixieren eingesetzt.

Ich surfte stundenlang auf Internet-Seiten und in den dazugehörigen Foren zum Thema. Nach und nach erschloss sich mir das Thema in seiner ganzen Komplexheit. Wir probierten viele Behandlungstipps aus. Es zeigte sich an Hand von Schilderungen Betroffener, dass ein Zusammenhang zwischen Ernährung sowie Stress und Verlauf der Symptome besteht.

In einem Neurodermitisforum aus der Schweiz fand ich dann einen einzelnen Beitrag, der mir eine etwas andere Sicht auf die möglichen Ursachen erlaubte.

So sind Kinder und Erwachsene verstärkt betroffen, die eine empfindliche dünne Haut haben. Über diese Beobachtung und einer eher ganzheitlichen Sicht auf den Menschen kamen einige Ärzte und Naturheilkundler auf die Idee, sich die „Innenhaut“ – also die Abgrenzung unseres Körpers zur Umwelt im Innern – genauer anzusehen. Wenn nun nicht nur die „Außenhaut“ empfindlicher und dünner ist, sondern das gleiche auf unsere „Innenhaut“ zutrifft, was könnte dann die Folge sein? Möglicherweise wäre dann unsere Darmhaut auch etwas dünner und durchlässiger. Eine höhere Darm-Durchlässigkeit könnte Stoffen ermöglichen, einfacher in unseren Körper zu gelangen, wo sie nicht hingehören. Insbesondere wenn die Darmfunktion durch eine ungünstige Darm-Flora negativ beeinflusst ist.

Mit diesem Wissen führten wir Joghurt als regelmäßiges Nahrungsmittel ein und verzichteten auf Tomaten, Mango, Orangen, Honig, Erdbeeren und generell auf das „Süße“. Wir bemerkten bald eine Besserung der Neurodermitis. Diese Beobachtungen können wir aber nicht verallgemeinern. Wir können Ihnen nur Anregungen geben und sie zum Ausprobieren anregen.

Tamanu Öl

Vor ungefähr 2 Jahren bin ich durch eine Empfehlung auf das Tamanu-Öl gekommen. Bis dahin hatte ich noch nie von diesem Öl gehört. Im Internet war nachzulesen, dass es vor allem bei Hautveränderungen nützliche Dienste leistet. Da ich ein neugieriger Mensch bin und den Sachen gerne auf den Grund gehe, habe ich mich sowohl theoretisch als auch durch praktische Anwendung immer weiter in das Thema eingearbeitet.

Meine eigenen praktischen Erfahrungen durch Selbstanwendung oder Erfahrungen meiner Tester (Bekannte).

Tamanu Öl wirkt sehr gut bei:

  • Pickel und Mitesser
  • Akne
  • Talgbläschen
  • Fuß- und Nagelpilz
  • Regeneration der Haut nach Wunden, insbesondere auch bei Narbenbildung
  • starke Hornhaut an den Füßen wird reduziert und weicher

gut bis mittel bei:

  • Neurodermitis (evtl. kann eine leichte Erstverschlechterung eintreten)
  • Allergisch bedingte Rötung der Haut
  • Altersflecken
  • Pigmentflecken
  • bei Stichen
  • Herpes

Die Einheimischen in Tahiti verwenden traditionell das Tamanuöl auch für:

  • für die Behandlung von Wunden
  • für die Behandlung von Verbrennungen
  • bei Geschwülsten
  • gegen Hautalterung
  • als Fußöl
  • Als Mückenschutz – insbesondere für Babys
  • Gegen wunden Po bei Babys

Wichtig: Tamanu-Öl ist kein zugelassenes Medikament, sondern ein intensives Pflegemittel. Aus Vorsichtsgründen sollte Tamanu-Öl und alle anderen Pflegemittel nicht bei offenen Wunden angewandt werden.

In der modernen Kosmetik wird Tamanu-Öl als Bestandteil zu Pflegeprodukten beigemischt um die Regeneration der Haut zu unterstützen. Insbesondere wird Tamanu-Öl Produkten zur Regeneration von sonnengeschädigter Haut beigemischt.

Da Tamanu Öl letztes Jahr noch sehr teuer war, kam ich auf die Idee das Öl nicht in kleinen Mengen, sonder in größeren Gebinden von einem etablierten Lieferanten zu bestellen und durch den Direktverkauf günstig anzubieten. Sie können Tamanu Öl unter anderem bei uns unter www.tamanu-oel.de oder www.selbstzeit-shop.de direkt bestellen.

Herkunft:

Der Tamanu Baum heißt mit botanischem Namen Calophyllum Inophyllum. Die Pflanze gehört zur Gattung der Johanniskrautgewächse. Ursprünglich stammt der Baum, der bis zu 12 m hoch werden kann, aus Asien und hat sich nach und nach weltweit in Ländern mit gemäßigtem Klima ausgebreitet. So auch auf der Südseeinsel Tahiti und anderen Ländern der Pazificregion. Es gibt viele Unterarten des Calophyllum Inophyllum. Von besonderer Qualität ist das Calophyllum Inophyllum Tahitensis (Tamanu). Daher haben wir für unser Öl auch diese Qualität ausgewählt. Tahiti gehört zu Französisch-Polynesien und ist als französisches Überseegebiet an die EU angegliedert.

Der Baum bildet in kleinen Trauben walnußgroße Früchte aus. Diese werden geerntet, sobald sie gelb und damit reif sind. Die reifen Früchte beinhalten noch kein Öl. Erst eine mehrwöchige Trocknung und Reifung in der Sonne führt zur Bildung des Öls in der Frucht. Sie wird dann braun und bildet den walnußähnlichen typischen Geruch aus. Nun wird die getrocknete und gereifte Frucht gepresst und das grünlichgelbe Öl tritt aus. Neben den typischen Ölbestandteilen enthält das Tamanu Öl einen hohen Harzgehalt. Auf diesen Harzgehalt ist die besondere Wirkung von Tamanu-Öl zurückzuführen.

Zusammensetzung der reinen Ölbestandteile:

ca. 15% Palmitinsäure
ca. 1% Palmitoleinsäure
ca. 12 % Stearinsäure
ca. 50 % Ölsäure
ca. 20% Linolsäure
etwas Linolensäure
ca. 1% Eicosanicsäure
ca. 1% Eicosenicsäure

Ergänzung zum Thema Tamanuöl

Wie Sie in meinem jetzt 2 Jahre alten Artikel über Tamanuöl nachlesen können hat Tamanuöl nach verschiedenen Quellen eine ganz besondere Wirkung auf die Regerneration der Haut.

Ich wende nun seit 3 Jahren bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten dieses Öl selbst an. Ausserdem bekomme ich immer wieder Rückmeldungen von Bekannten und Kunden über Anwendungserfolge. Diese ganz prakitschen und teils sehr individuellen Erfahrungen möchte ich nun kurz darstellen:

  • Fußgeruch – gerade Männer neigen -da sie mehr und leichter Schitzen – gerne zu Fußschweiß und damit auch zu riechenden Füßen. 1- 2 mal täglich die Füße und insbesondere auch die Zehzwischenräume mit wenig Tamanuöl einreiben und es entsteht kaum mehr Fußgeruch. Dies liegt daran dass die Microorganismen (Bakterien und Pilze) die sich immer auf der Haut befinden im feuchten Klima der Füsse dann kaum mehr vermehren können. Nur der wallnussähnliche Geruch des Tamanuöls ist dann noch zu bemerken. Da ich selbst so gute Erfahrungen gemacht habe werde ich noch dieses Jahr ein bersonderes Fußöl mit Tamanu und Kokos sowie einer Duftnote kreieren. Dieses werden Sie dann voraussichtlich ab Frühjahr bei mir beziehen können. Bis dahin können Sie aber auf jeden Fall das Tamanuöl sehr gut verwenden.
  • Fußpilz und Nagelpilz – sowohl verbeugend als auch bei leichteren Fällen hat Tamanuöl bei Fuß- und Nagelpilz geholfen. Wichtig ist dabei die Art und Häufigkeit der Anwendung. Das Öl sollte nur auf eine leicht feutchte Haut aufgebracht werden, da bei feuchter Haut das Eindirgen des Öls in die Haut begünstigt wird. Bitte auf jeden Fall 3 mal täglich etwas Tamanuöl auf die gesamten Füße auftragen. Nicht nur die betroffenen stellen behandeln, da sich sonst der Pilz über die nichtbehandelten Stellen halten kann. Nicht die Menge pro Auftrag macht die Wirksamkeit sondern die Regelmässigkeit der 3 Anwendungen täglich.
  • Altersflecken – hier war ich selbst etwas zurückhaltend, was die Prognose der Wirksamkeit betrifft. In letzter Zeit habe ich aber immer öfters gute bis sehr gute Rückmeldungen erhalten. Teilweise gingen die Pigment- und Strukturunregelmässigkeiten ganz weg, teilweise war eine deutliche Besserung wahrnehmbar. Da ich selbst auch einige Pigmentflecken im Gesichtsbereich habe mache ich nun eine 6 – 10 wöchige Testphase. Ich schmiere morgens und abends die betroffenen stellen mit purem Temanuöl ein. Der Test läuft nunmehr die 1 Woche. Ich habe das Gefühl es könnte sich bereits was verbessert haben. Genau kann ich es noch nicht sagen. Ich werde auf jeden Fall weiter berichten.
  • Schuppige oder stark irritierte Stellen der Haut, insbesondere im Alter. Auch hierzu habe ich einige erstaunliche Rückmeldungen erhalten. Ich denke es ist immer Wert Tamanuöl in solchen Fällen auszuprobieren und zu beobachten wie sich die ganz individuelle Haut verhält. Wenn es hilft ist es gut, wenn es nicht hilft dann macht es auch keinen Sinn weiter zu schmieren. Es braucht schon meist 2-3 Wochen bis man eine Verbesserung sehen kann.
  • Kleine Schnitte und Hautverletzungen – Auch wenn es nicht empfohlen wird, ich selbst nehme Tamanuöl mittlerweile auch bei kleineren Schnitten oder Hautverletzungen zur Heilungsunterstüztung. Da ich sowohl im Garten viel tätig bin als auch handwerklich mindesten 1 x pro Woche aktiv habe ich des öftern kleine Risse und Verletzungen, insbesondere im Handbereich. Ich konnte bei mir beobachten dass die kleinen Verletzungen in der Regel besser und damit schneller abheilen. Insbesondere die Narbenheilung verbessert sich meines erachtens deutlich. Auch hier ist wie immer Hygiene und Regelmässigkeit der Anwendung besonders wichtig.
  • Pilze an der Haut, insbesondere auch im Mundbereich – hier wirkt Tamanuöl eindämmend. Tamanuöl nicht innerlich anwenden nur äusserlich. Meine Beobachtung ist dass es nicht ausreicht die Haut zu pflegen. Vielmehr geht es um eine angepasste Ernährung, möglichst mit Zuckerverzicht und wenig industrieellen Kolehydraten. Noch deutlich erffektiver ist der komplette Verzicht auf Getreideerzeugnisse. Nicht ganz leicht aber es gibt im Internet genügend Anleitungen wie man schmackhaft diese Zeit gestalten kann. Üblicherweise ist der Anfang schwer weil wir gewohnt sind Getreide zu essen. Nach der Umstellung haben viele oft gar kein Bedürfnis mehr nach Getreide. Pilze brauche die schnell verfügbaren Kolehydrate zum Überleben. Sie können Ihre Ernährung noch mit Bio-Kokosöl anreichern. Die speziellen Bestandteile des Kokosöls behindern das Pilzwachstum.

Tamanuöl bei Hyperpigmentation

Einige meiner Kunden meinten dass mit Tamanuöl nicht nur Ihre Altersfelcken zurückgehen, sondern zum Teil auch Leberflecken und eben Hyperpirgmentation deutlich positiv beeinflusst werden. Wie immer rate ich hier zum vorsichtigen Rantasten und Ausprobieren. Die Haut ist von jedem Menschen anders und so können nicht immer die gleichen Ergebnisse erziehlt werden.

Bei meiner Recherche im Internet habe ich zum positiven Einfluss von Tamanuöl auf eine hyperpigmentierte Haut einige Quellen gefunden die dies auch bestätigen. Ich selbst kenne nun 2 Fälle bei denen sich das Hautbild nach 2-3 Gaben mit wenig Hautöl pro Tag deutlich verbessert hat. Wie immer bei der Wirksamkeit des Tamanuöls kommt es auf eine mehrmalige und regelmässige Anwendung an (2-3 mal täglich).

Überempfindliche Haut

Eine normale gesunde Haut ist für gewöhnlich außerordentlich robust, hart im Nehmen und pflegeleicht. Von einer empfindlichen oder überempfindlichen Haut sprechen wir dann, wenn diese Robustheit und Pflegeleichtigkeit fehlt. Dann ist die Haut zum Beispiel leicht reizbar, rötet sich schnell, neigt zum Jucken, fühlt sich sehr trocken oder dünn an und neigt manchmal zu allergischen Reaktionen.

Dann ist eine einfache Pflege der Haut nicht mehr ausreichend. Problemstellen können am ganzen Körper auftreten, sind im Gesicht, Dekolleté, Halsbereich, Hände und in Armbeugen sowie Kniebeugen. Nach dem Duschen oder Händewaschen spannt die Haut dann mehr als üblich und wird leicht fleckig. Helle Hauttypen sind oft mehr betroffen als dunkle. Die Haut neigt zu Schuppenbildung und Ekzemen. Mit zunehmenden Alter wird die Haut empfindlicher, auch deshalb weil die Talgproduktion der Haut in der Regel im Alter abnimmt.

Bei empfindlicher Haut sollten Sie mehr als üblich darauf achten dass der natürliche Säureschutzmantel der Haut aufrecht erhalten wird. Vieles Wachen oder Peeling der Haut sollte vermieden werden. Scharfe Seifen oder Putzmittel unbedingt auf der Haut meiden (Handschuhe beim Putzen tragen). Kontakt mit Chemikalien – auch in Pflegemitteln – ebenfalls meiden.

Verwenden Sie stets leichte pflanzliche Waschmittel, waschen Sie nicht zu häufig mit Waschmitteln, lieber mal nur mit lauwarmen Wasser. Pflegen Sie unbedingt die Haut bevor die Haut abtrocknet im noch feuchten Zustand (Öl kann auch auf nasse Haut aufgetragen werden). Ich rate möglichst zu pflanzlichen Pflegemitteln. Da auch rein pflanzliche Mittel reizend sein oder gar allergische Reaktionen auslösen können beobachten Sie bitte die Reaktionen Ihrer Haut. Wenn Sie ein gutes Pflegehautöl haben und dieses auf die feuchte oder gar nasse Haut auftragen, dann haben Sie quasi die frischeste Art einer Lotion. Die Haut hält dann die Feuchtigkeit, das Öl kann in die Haut besser eindringen und es bildet sich kein störender Film. Zudem ist diese Art der Pflege besonders preisgünstig, wenn Sie kein teures Öl auswählen – auch hier bitte Öle auf Pflanzenbasis erst einmal bevorzugen.

Neurodermitis – eine Definition

Neurodermitis wird in der Medizin auch atopisches Exzem genannt. Übersetzt heißt das soviel wie nicht zuortbares Exzem. Neurodermitis ist eine chronische nicht ansteckende Erkrankung der Haut. Weitere Bezeichnungen sind endogenes Ekzem, chronisch konstitutionelles Ekzem, Asthmaekzem und z.B. Prurigo Besnier. Die Symptome sind Hautrötung, Schuppung bis zu nässenden Exzemen und fast immer mit starkem Juckreiz verbunden. Die Symptome kommen meistens schubweise nach individueller Intensität und Ausprägung.

Der Name Neurodermitis geht zurück auf die Anfänge des letzten Jahrhunderts, als man noch glaubte, die Ursache liege in einer Krankheit der Nerven, verbunden mit einer Hautentzündung (Neuro-dermitis).

Bei der Therapie werden die Symptome und die fast immer trockene rissige Haut behandelt. Weiterer Schwerpunkt der Behandlungen ist die Entzündungshemmung. Hier kommt häufig Kortison zum Einsatz oder neuere Ersatzstoffe.

Betroffen sind vielfach Armbeugen, Achseln, Kniekehlen, Hand und Fußgelenke. Daneben können Gesicht und alle anderen Körperteile betroffen sein.

Der Neurodermitisanteil in der Bevölkerung nimmt mit dem Wohlstand zu. In Industriestaaten sind 5-20% der Kinder betroffen und ca. 2% der Erwachsenen. In den letzten ca. 50 Jahren hat sich Neurodermitis immer weiter verbreitet, auf heute das ca. 6-fache. Da sich in der gleichen Zeit die hygienischen Bedingungen verbessert und die Ernährungsgewohnheiten verändert haben, kann neben den Umwelteinflüssen davon ausgegangen werden, dass Ernährung und Übersauberkeit eine mögliche Quelle für die Ausweitung sein könnten.

Neben der momentanen Sicht der Schulmedizin, dass Neurodermitis eine Erkrankung der Haut ist, gibt es noch die Sicht, dass die Symptome der Haut nicht die eigentliche Ursache sind.

Akne was tun? – gesammelte Ratschläge aus allerlei Foren und Webseiten

Zur Zeit setze ich mich wegen dieses Blogs noch intensiver mit Hautpflege sowie Problemhaut auseinander. Dabei lese ich alle möglichen Foren und Webseiten zum Thema. Die schier undurchdringbare Masse an Informationen will ich durch verschiedene Blogbeiträge zu einzelnen Themen etwas lichten. Dazu werde ich jeweils zu den Einzelthemen Hauptbeiträge verfassen, in denen diese Informationen nach und nach aufbereitet werden.

Da sehr viel zu Akne/Pickel geschrieben wurde, möchte ich mit einem Beitrag zu diesem Thema Akne anfangen. Weil ich noch auf der Suche nach der richtigen Art und Weise sowie Struktur für diese Beiträge bin, hier erst einmal eine reine Infosammlung.

Akne – Hintergründe, Pflegemöglichkeiten und mehr

Wichtiger Tipp vorweg: Fast alle Menschen berühren sich sehr häufig mit den Fingern im Gesicht. Manche Menschen unbewusst sogar 3-5 mal pro Minute. Bei Akne ist es gut, wenn das nicht so oft geschieht. Achten Sie einmal liebevoll darauf und versuchen Sie es sich etwas abzugewöhnen. Da es ganz normal ist, sollten Sie sich aber keinen Stress machen. Alternativ können Sie sich, wenn Sie den Drang verspüren sich im Gesicht zu kratzen und berühren, alternativ z.B. auf den Schenkel klopfen oder ähnliches. Auch das kann man sich angewöhnen.

Für alles, was es so an Tipps, Tricks und Anwendungsvariationen gibt und hier auszugsweise beschrieben wird, ist eine Dauer von 2 Wochen ein Anhaltspunkt für eine Testphase. Während der beobachtet man seine Haut und eventuelle Änderungen und Reaktionen. Gibt es keine Verbesserung oder eher negative Erfahrung, dann hört man einfach auf und versucht etwas anderes.

!. Das Reinigen der Haut ist das A und O. Dabei gilt natürlich nicht die Testphase von 2 Wochen, das sollte man schon regelmäßig morgens und abends machen. Aber womit ist die Frage:

  • Statt mit normaler Seife oder Waschlotion besser eine rückfettende reine Pflanzenseife aus z.B. Olivenöl verwenden. Bitte lassen Sie sich nicht von den Namen der Seifen irritieren. Achten Sie nur auf die Inhaltsstoffe – handelt es sich wirklich um eine reine Pflanzenseife?

    >> bei einigen Anwendern hat dieser Tipp mittlere bis gute Ergebnisse gebracht >> Zeitraum von 2 Wochen

2. Pflege der Haut von außen

  • Totes Meer Salzwasserbehandlung kann Hilfe bringen, auch bei Schuppenflechte. Durch die Salze und Mineralien kann Besserung eintreten. Wichtig: auf die Augen aufpassen, keine Salzlauge in die Augen bringen.

    >> auch hier gibt es bei einigen Anwendern mittlere bis gute Ergebnisse

  • Kolloidales Silber zur milden Desinfektion und Reinigung der betroffenen Haut

3. Pflege von innen – Ernährung

  • Es könnte möglich sein, dass Magnesium und die B-Vitamine Einfluss auf die Aknebildung haben. Da diese beiden Vitalstoffe aus natürlichen Quellen in normalen Umfang immer gut sind, achten Sie auf Magnesium- und Vitamin B- reiche Ernährung. Ich werde später noch hierzu Angaben machen. Da bei ausreichender und gesunder Ernährung keine zusätzliche Zugabe dieser Stoffe nötig ist, würde ich auf Nahrungsergänzungsmittel (teils sehr teuer) verzichten.
  • Akne oder Pickel haben meist etwas mit verändertem Stoffwechsel durch z.B. Hormonumstellung und Wachstum zu tun. Der Stoffwechsel kann am besten direkt durch die Ernährung beeinflusst werden. Hier einige in Foren nachgelesene Ernährungstipps
    • Alle Milchprodukte für mindestens 2 Wochen weglassen und beobachten, ob Veränderung eintritt.
    • Möglicherweise reguliert Joghurt die Darmflora und beeinflusst positiv den Stoffwechsel. Greifen Sie hier zu Trinkjoghurt, da nur er direkt und schnell den Magen passiert. Man kann ihn auch einfach selbst herstellen, indem man Joghurt mit etwas Wasser verrührt. Lassen Sie die Finger weg von den süßen Trinkjoghurts (zu viel Zucker – siehe nächster Punkt). Auch hier gilt wieder die 2 Wochen-Testzeit – mit möglichst täglich 1-3 mal Joghurt. Experimentieren Sie mit der Menge. Es kann sein, dass sich der Stuhlgang am Anfang etwas mobilisiert (weich wird). Das sollte sich nach ein paar Tagen wieder legen. Wenn Sie keine guten Erfahrungen machen, lassen Sie es einfach wieder bleiben.
    • Trinken Sie viel neutrale Flüssigkeiten wie Wasser und Tee (Schwarztees und Heiltees nicht zu viel, dafür mehr Kräutertees und Wasser in allen Variationen) und verzichten Sie auf alle süßen (Cola, Limonade, Eistees…) oder gesüßten Getränke (z.B. Kaffee mit Zucker, Tee mit Zucker…). Zucker hat einen sehr starken und nachteiligen Einfluss auf den Stoffwechsel und auf die Darmflora.
    • Omega 3 Fettsäuren wirken von innen heraus entzündungshemmend. Zu finden sind diese vor allem in Seefisch, insbesondere Lachs, aber auch in frischem Leinöl.
    • Auch Sojamilch kann, neben allen guten Seiten, negative Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben, insbesondere bei erhöhtem Konsum. Als Sojamilchtrinker lassen Sie die Milch einfach mal für 2 Wochen weg.
    • Fette vermindern – insbesondere Butter, Margarine und Transfette (Fette die erhitzt wurden, z.B. Pommes, Gebratenes) reduzieren.
    • Hingegen deutet alles darauf hin, dass Olivenöl förderlich sein kann. Da ist aber die Qualität entscheidend. Achten Sie auf Olivenöl Extra Virgine (über Olivenöl-Qualität kann man auch seitenweise schreiben)

4. Nahrungsergänzungsmittel

Herpes

Umgangssprachlich spricht man von Herpes, wenn es um einen Virusbefall mit dem Herpes Simplex Erreger geht. Dabei gibt es zwei weit verbreitete Arten, die darunter verstanden werden. Den Lippenherpes mit seiner Bläschenentzündung und den Genitalherpes, ebenfalls mit Bläschen und Entzündung. Nach einer Erstinfektion – die auch symptomlos (ohne Bläschen und ohne Entzündung) sein kann – ziehen sich die Viren in Nervenzellen zurück und verbleiben in einem Ruhezustand (Persistenz). Daher ist man nach einer Infektion lebenslanger Virusträger. Der Persistenzzustand kann medikamentös nicht bekämpft werden. Erst wenn die Viren wieder aktiv werden, können Medikamente wirken. Hier setzt die Therapie an. Zum Einsatz kommen sogenannte Virusstatika (meist sehr spezifische), die die Vermehrung und damit Ausbreitung des Virus vermindern oder verhindern.

Die Ausbreitung erfolgt bereits durch Speichel oder Schmierinfektion. Daher besitzt der Virus einen sehr hohen Ausbreitungsgrad bzw. eine hohe Antikörperbildung von 84-92% in der deutschen Bevölkerung. Antikörper bilden sich erst nach Kontakt mit dem Virus.

Auf die medikamentöse Therapie gehen wir hier nicht ein, sie können aber unter http://de.wikipedia.org/wiki/Herpes_simplex mehr über Herpes nachlesen.

Hautpilz-Erkrankungen

Unter Hautpilz werden umgangssprachlich alle Pilzerkrankungen der Haut bezeichnet. In der Fachsprache sprechen wir von Dermatomykose. Es handelt sich um eine durch Pilze hervorgerufene Erkrankung der Haut, die an allen Stellen der Haut auftreten kann. Am häufigsten sind Dermatomykosen der Hornschichten der Haut. Es können aber auch tiefere Schichten befallen werden. Darüber hinaus werden der Befall mit Schimmel- und Hefepilzen zu diesen Erkrankungen hinzugerechnet. Viele Pilzerreger sind auch auf gesunder Haut zu finden ohne daß es zu einem Befall oder einer Ausbreitung kommt.

Typische Symptome können Jucken, Rötung (meist unregelmäßig kreisförmig), schuppende Hautareale bis hin zu nässender Bläschenbildung sein. Die Berührung mit der Hand oder kratzen der juckenden Stellen sollte unbedingt vermieden werden, da so die Erreger verschleppt werden können oder der Pilz sich so durch Kratzen verursachte kleine Wunden in tiefere Hautregionen vordringen kann. Ebenso kann durch Wundenbildung eine Sekundärinfektion mit Bakterien gefördert werden.

Die Ausbreitung von allgemein vorkommenden Pilzen (auf gesunder Haut bleiben diese unterdrückt) wird insbesondere durch Feuchtigkeit (z.B. Füße, Genitalbereich und After), ungereinigte Hautstellen (z.B. zwischen den Zehen), Verletzungen der Haut, Trockenheit der Haut und ein geschwächtes Immunsystem gefördert. Übermäßiges Waschen kann durch eine Schwächung des Säureschutzmantels der Haut ebenfalls Pilzbefall begünstigen.

Bei anderen Krankheiten des Wirtes – wie zum Beispiel alle Krankheiten des Immunsystems, Diabetes, Durchblutungsstörungen und Alkoholismus – kann der Hautpilz eine Sekundärinfektion darstellen.

Weitere Informationen zur Hautpilzinfektion und dessen medizinischer Behandlung finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Dermatomykose

Nach einer gründlichen und erfolgreichen Behandlung tritt trotz Einhalten von Vorsichtsmaßnahmen sehr häufig eine Reinfektion auf, insbesondere im Fuß- und Genitalbereich. Dies hat oft mit dem eigenen Immunsystem und den ganz persönlichen Gegebenheiten (Mileu) zu tun.

Für den Fußbereich kann ich aus ganz persönlichen Erfahrungen folgendes Empfehlen:

  • eine erfolgreiche Grundbehandlung mit so gut wie 100% Pilzfreiheit durch medizinische Mittel oder Naturheilverfahren
  • regelmäßige und gründliche Reinigung der Füße, insbesondere auch in den Zehenzwischenräumen – dabei unbedingt auf das komplette abtrocknen der Hautstellen achten. Wenn möglich viel Luft an die Zehen und Fuß lassen
  • darauf achten daß so wenig wie möglich ein feuchtes Milieu durch Schwitzen entsteht
  • Einreiben mit Tamanu-Hautöl verhindert sehr gut eine Reinfektion (in vielen Fällen kann sogar eine Infektion damit eingedämmt oder beseitigt werden)
  • So viel wie möglich dem Fuß Luft lassen.