Hautpilz-Erkrankungen

Unter Hautpilz werden umgangssprachlich alle Pilzerkrankungen der Haut bezeichnet. In der Fachsprache sprechen wir von Dermatomykose. Es handelt sich um eine durch Pilze hervorgerufene Erkrankung der Haut, die an allen Stellen der Haut auftreten kann. Am häufigsten sind Dermatomykosen der Hornschichten der Haut. Es können aber auch tiefere Schichten befallen werden. Darüber hinaus werden der Befall mit Schimmel- und Hefepilzen zu diesen Erkrankungen hinzugerechnet. Viele Pilzerreger sind auch auf gesunder Haut zu finden ohne daß es zu einem Befall oder einer Ausbreitung kommt.

Typische Symptome können Jucken, Rötung (meist unregelmäßig kreisförmig), schuppende Hautareale bis hin zu nässender Bläschenbildung sein. Die Berührung mit der Hand oder kratzen der juckenden Stellen sollte unbedingt vermieden werden, da so die Erreger verschleppt werden können oder der Pilz sich so durch Kratzen verursachte kleine Wunden in tiefere Hautregionen vordringen kann. Ebenso kann durch Wundenbildung eine Sekundärinfektion mit Bakterien gefördert werden.

Die Ausbreitung von allgemein vorkommenden Pilzen (auf gesunder Haut bleiben diese unterdrückt) wird insbesondere durch Feuchtigkeit (z.B. Füße, Genitalbereich und After), ungereinigte Hautstellen (z.B. zwischen den Zehen), Verletzungen der Haut, Trockenheit der Haut und ein geschwächtes Immunsystem gefördert. Übermäßiges Waschen kann durch eine Schwächung des Säureschutzmantels der Haut ebenfalls Pilzbefall begünstigen.

Bei anderen Krankheiten des Wirtes – wie zum Beispiel alle Krankheiten des Immunsystems, Diabetes, Durchblutungsstörungen und Alkoholismus – kann der Hautpilz eine Sekundärinfektion darstellen.

Weitere Informationen zur Hautpilzinfektion und dessen medizinischer Behandlung finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Dermatomykose

Nach einer gründlichen und erfolgreichen Behandlung tritt trotz Einhalten von Vorsichtsmaßnahmen sehr häufig eine Reinfektion auf, insbesondere im Fuß- und Genitalbereich. Dies hat oft mit dem eigenen Immunsystem und den ganz persönlichen Gegebenheiten (Mileu) zu tun.

Für den Fußbereich kann ich aus ganz persönlichen Erfahrungen folgendes Empfehlen:

  • eine erfolgreiche Grundbehandlung mit so gut wie 100% Pilzfreiheit durch medizinische Mittel oder Naturheilverfahren
  • regelmäßige und gründliche Reinigung der Füße, insbesondere auch in den Zehenzwischenräumen – dabei unbedingt auf das komplette abtrocknen der Hautstellen achten. Wenn möglich viel Luft an die Zehen und Fuß lassen
  • darauf achten daß so wenig wie möglich ein feuchtes Milieu durch Schwitzen entsteht
  • Einreiben mit Tamanu-Hautöl verhindert sehr gut eine Reinfektion (in vielen Fällen kann sogar eine Infektion damit eingedämmt oder beseitigt werden)
  • So viel wie möglich dem Fuß Luft lassen.

Schreibe einen Kommentar