Neurodermitis – eine Definition

Neurodermitis wird in der Medizin auch atopisches Exzem genannt. Übersetzt heißt das soviel wie nicht zuortbares Exzem. Neurodermitis ist eine chronische nicht ansteckende Erkrankung der Haut. Weitere Bezeichnungen sind endogenes Ekzem, chronisch konstitutionelles Ekzem, Asthmaekzem und z.B. Prurigo Besnier. Die Symptome sind Hautrötung, Schuppung bis zu nässenden Exzemen und fast immer mit starkem Juckreiz verbunden. Die Symptome kommen meistens schubweise nach individueller Intensität und Ausprägung.

Der Name Neurodermitis geht zurück auf die Anfänge des letzten Jahrhunderts, als man noch glaubte, die Ursache liege in einer Krankheit der Nerven, verbunden mit einer Hautentzündung (Neuro-dermitis).

Bei der Therapie werden die Symptome und die fast immer trockene rissige Haut behandelt. Weiterer Schwerpunkt der Behandlungen ist die Entzündungshemmung. Hier kommt häufig Kortison zum Einsatz oder neuere Ersatzstoffe.

Betroffen sind vielfach Armbeugen, Achseln, Kniekehlen, Hand und Fußgelenke. Daneben können Gesicht und alle anderen Körperteile betroffen sein.

Der Neurodermitisanteil in der Bevölkerung nimmt mit dem Wohlstand zu. In Industriestaaten sind 5-20% der Kinder betroffen und ca. 2% der Erwachsenen. In den letzten ca. 50 Jahren hat sich Neurodermitis immer weiter verbreitet, auf heute das ca. 6-fache. Da sich in der gleichen Zeit die hygienischen Bedingungen verbessert und die Ernährungsgewohnheiten verändert haben, kann neben den Umwelteinflüssen davon ausgegangen werden, dass Ernährung und Übersauberkeit eine mögliche Quelle für die Ausweitung sein könnten.

Neben der momentanen Sicht der Schulmedizin, dass Neurodermitis eine Erkrankung der Haut ist, gibt es noch die Sicht, dass die Symptome der Haut nicht die eigentliche Ursache sind.

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